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Coronavirus
und Diabetes

Ist das Coronavirus SARS-CoV-2 fĂŒr Menschen mit Diabetes besonders gefĂ€hrlich? Nicht unbedingt, sagen Experten.

Was Sie jetzt als Diabetes-Patient wissen sollten

Angesichts der aktuellen Situation sind viele Menschen beunruhigt. Insbesondere Menschen mit Diabetes machen sich zudem Gedanken und haben viele Fragen: Was können sie tun, um sich vor einer Infektion zu schĂŒtzen? Wie können sie sich auf eine möglicherweise anstehende QuarantĂ€ne oder gar eine COVID-19-Erkrankung vorbereiten? Erfahren Sie hier mehr.

Risiko durch Corona fĂŒr Diabetiker

Hier finden Sie alles Wichtige zu Corona bei Diabetikern und ab wann man als Risikogruppe gilt.

Ist Diabetes ein Risikofaktor des Coronavirus?

Laut Robert Koch-Institut (RKI) zĂ€hlen Diabetiker bei COVID-19 zur Risikogruppe. Bei gut eingestellten Blutzuckerwerten ist zwar die Ansteckungsgefahr fĂŒr Diabetiker nicht erhöht, wohl aber das Risiko fĂŒr einen schweren Verlauf.

So zeigte sich bei Untersuchungen von schwer an COVID-19 erkrankten Patienten, dass der Anteil an Diabetikern im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung deutlich erhöht ist. Außerdem geht insbesondere Diabetes Typ 2 oft mit anderen Risikofaktoren fĂŒr schwere COVID-19-VerlĂ€ufe einher – insbesondere hohem Alter und starkem Übergewicht (Adipositas).

Wichtig: Im Gegensatz zu Typ-2-Diabetikern gibt es bei Menschen mit Typ-1-Diabetes weniger Daten bezĂŒglich des Risikos. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass Typ-1-Diabetiker im Schnitt mit einem lĂ€ngeren Krankheitsverlauf rechnen mĂŒssen als Menschen ohne Diabetes.

Quellen:
RKI
DDG
UpToDate

Schutz und Symptome

Erfahren Sie, wie sich Diabetiker am besten vor einer Corona-Infektion schĂŒtzen können und was im Falle einer Infektion zu tun ist.

Wie können sich Diabetiker am besten schĂŒtzen?

FĂŒr Menschen mit Diabetes gelten die gleichen von Behörden und Medizinern empfohlenen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wie fĂŒr alle anderen Menschen.

FĂŒr Menschen in Risikogruppen ist es zudem besonders wichtig, ihre Kontakte zu Mitmenschen auf ein Minimum zu reduzieren. Außerdem empfiehlt die Deutsche Diabetes Gesellschaft Diabetikern, ihre Blutzuckereinstellung zu optimieren, da dies das Immunsystem gegenĂŒber Infektionserregern – so auch SARS-CoV-2 – stĂ€rken kann.

Quelle:
DDG

Was sollten Diabetiker bei Verdacht auf COVID-19 tun?

FĂŒr Patienten mit Diabetes mellitus gelten die gleichen Empfehlungen wie fĂŒr alle anderen Menschen mit Atemwegssymptomen:

Versuchen Sie nach Möglichkeit, zu Hause zu bleiben und melden Sie sich telefonisch bei ihrem behandelnden Arzt, dem zustĂ€ndigen Gesundheitsamt oder dem Ă€rztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. Dort werden Sie bezĂŒglich weiterer Schritte beraten. Zögern Sie jedoch nicht, sich bei schwerer Symptomatik wie Atemnot oder Entgleisung des Zuckerstoffwechsels beim Rettungsdienst (112) oder in der Notaufnahme zu melden.

Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko fĂŒr einen schweren Verlauf der Erkrankung und sollten daher frĂŒhzeitig und engmaschig medizinisch betreut werden. Auch bestimmte Medikamente bei Diabetes können zu einer Verschlechterung der Symptome beitragen.

Quelle:
BMG
DDG

Corona als Auslöser fĂŒr Diabetes?

Einen direkten Zusammenhang dazwischen gibt es nicht! Erfahren Sie hier, welche Symptome aber dennoch hervorgerufen werden können.

Kann eine Infektion mit dem Coronavirus Diabetes auslösen?

Es gibt Untersuchungen, bei denen eine Coronavirus-Infektion zu erhöhten Blutzuckerwerten und verminderter Insulinwirkung gefĂŒhrt hat – beides typisch fĂŒr Diabetes.

Dies wird auf erhöhte EntzĂŒndungsmarker im Blut wĂ€hrend einer COVID--19-Erkrankung zurĂŒckgefĂŒhrt. Nach ĂŒberstandener Erkrankung stellt sich dann in der Regel wieder ein normaler Stoffwechsel ein.

Dabei sind zeitlich begrenzte Stoffwechselentgleisungen nicht untypisch bei schweren Viruserkrankungen. Diese sind auf die – bei Stressreaktionen auftretende – körpereigene AusschĂŒttung von EntzĂŒndungsmarkern zurĂŒckzufĂŒhren.

Quelle:
UpToDate

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