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Coronavirus
im Alter

Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter an. Hier finden Sie Informationen dazu, was ältere Menschen in Coronazeiten zu beachten haben.

Nicht nur das Virus selbst schadet älteren Menschen

Ob Sie ältere Familienmitglieder haben oder sich selbst im fortgeschrittenen Alter befinden - das Coronavirus hat uns in vieler Hinsicht eingeschränkt. Dass viele ältere, noch aktive Menschen in der Corona-Krise seit Wochen und auf unabsehbare Zeit isoliert sind, sehen Altersmediziner mit großer Sorge. Denn Einsamkeit kann krank machen. Wie Sie diese Zeit ohne das Gefühl von Einsamkeit überstehen und worauf Sie achten müssen, erfahren Sie hier.

Weshalb gehört man ab einem Alter von 60 Jahren zur Risikogruppe?

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko eines schweren Krankheitsverlauf von COVID-19.

Insbesondere das schwächere Immunsystem von älteren Menschen trägt dazu bei, wobei bestimmte Vorerkrankungen dieses Risiko noch erhöhen können. Eine Übersicht zu Vorerkrankungen finden Sie hier.

Quelle:
Zusammen gegen Corona

Wie schützen sich ältere Menschen am besten?

Es ist weiterhin ratsam, persönliche Kontakte zu minimieren.

Im Falle eines persönlichen Treffens (z.B. mit der Familie), sollte dieses mit Abstand und am besten im Freien stattfinden – so wird das Infektionsrisiko verringert. Zudem sollte auf körperlichen Kontakt (z.B. Umarmungen) verzichtet werden.
In engeren Situationen mit vielen Menschen (z.B. im Supermarkt) ist das Tragen einer Maske unbedingt empfehlenswert. Sie bietet keinen alleinigen 100%-Schutz, kann aber in bestimmten Situationen eine Infektion von sich selbst und anderen verhindern.

Quelle:
Zusammen gegen Corona

„Dürfen mich meine Enkel besuchen?“

Allgemein gilt: Ja. Allerdings ist es ratsam, auch zu Familienangehörigen keinen körperlichen Kontakt zu haben.

Idealerweise trifft man sich also im Freien (eine Infektion über die Luft ist so unwahrscheinlicher) und hält Abstand. Im Haus oder in der Wohnung sollte man gut lüften und anschließend alle berührten Oberflächen möglichst desinfizieren.

Quelle:
Stern

Welche Auswirkung hat die Isolation aufgrund Corona für ältere Menschen und wie kann man sie als Angehöriger schützen? Wie kann ich auch ohne persönliche Treffen Kontakt mit meiner Familie und meinen Freunden halten?

Viele alte Menschen leben ohnehin schon alleine und hatten auch vor dem Virus wenig sozialen Kontakt. Das aktuell praktizierte Social Distancing verschärft diese Isolation noch.

Dieser Mangel an positiven Gefühlen kann auf Dauer zu einer Belastung werden. Eine Möglichkeit, diese Einsamkeit zu mindern, bietet die Nutzung neuer Kommunikationsmedien. Für möglichst direkten Kontakt eignet sich die Videotelefonie-Option von WhatsApp. Dazu muss man in der App selbst nur auf den entsprechenden Kontakt gehen und auf die Kamera in der oberen rechten Ecke drücken. So kann man sich beim Telefonat gegenseitig sehen.

Quelle:
Frankfurter Rundschau

Wie besorgt man momentan seine Medikamente? Sollte man weiterhin die Apotheke aufsuchen?

Es ist allgemein unvernünftig das Besorgen dringend benötigter Medikamente aufgrund der Corona-Pandemie aufzuschieben!

Wer Medikamente benötigt, kann zuallererst den Arzt oder die Apotheke selbst anrufen – oft ist es möglich, Medikamente auf diesem Weg zu bestellen und sich liefern zu lassen. Allgemein besteht bei einem Besuch in der Apotheke kein höheres Risiko einer Corona-Infektion als sonst im öffentlichen Raum. So gelten auch die generellen Vorsichtsmaßnahmen: Abstand halten, Hygieneregeln beachten und Alltagsmasken tragen.

Zusammen gegen Corona

Was sollte man tun, wenn man eine SARS-CoV-2-Infektion bei sich befürchtet?

Wer bei sich Symptome bemerkt, sollte keinesfalls zu seinem Hausarzt gehen, sondern lieber in der Praxis anrufen und besprechen, ob ein Hausbesuch und/oder ein Test sinnvoll sind.

Eine gute Entscheidungshilfe für die zu treffenden Maßnahmen bietet die CovApp. Diese wurde zusammen mit der Charité Berlin entwickelt und liefert einen Anhaltspunkt dafür, wie wahrscheinlich es ist, sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt zu haben und ob ein Test beim Arzt notwendig ist. CovApp
Alternativ kann man bundesweit den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 anrufen.
Typische Symptome für eine COVID-19-Erkrankung sind: Trockener Husten, Fieber und Atemnot.

Senioren Ratgeber
Zusammen gegen Corona
Zusammen gegen Corona

Welche Spätfolgen birgt Corona? Hat ein leichter Verlauf auch Auswirkungen auf die Gesundheit im Alter?

Aktuell werden immer mehr Studien veröffentlicht, die die Spätfolgen von Corona untersuchen.

Eine der Studien finden Sie hier: JAMA: Carfì et al., 2020. Ergebnis ist, dass einige ehemalige Corona-Patienten auch viele Wochen nach der Infektion noch Beschwerden äußern, obwohl sie offiziell als genesen gelten. Die Rede ist dabei von einer sogenannten „Fatigue“, ein anhaltender Erschöpfungszustand, der Medizinern schon von schweren Lungenentzündungen bekannt ist. Anhaltende Beeinträchtigungen der Gesundheit treten häufiger bei Patienten mit schweren Verläufen auf. Es gibt aber auch einzelne Berichte von Patienten, die einen leichten Verlauf hatten und unter Spätfolgen leiden.

Quellen:
Zeit
Studie

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