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COVID-19 kann eine Reihe von Spätfolgen mit sich bringen. Dokumentieren Sie Ihre Gesundheit mit unserem Symptom-Tagebuch.

Grippeimpfung und Corona

Hier finden Sie wichtige Informationen zur Grippeimpfung und wie sie bei COVID-19 hilft.

Zusammenhänge zwischen der Grippe und COVID-19

Eine sichere Unterscheidung von Grippe und COVID-19 anhand von Symptomen ist leider nicht möglich. Neben den jährlich wiederkehrenden Grippe- und Erkältungsviren ist nun auch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 hinzugekommen. Da all die verschiedenen Viren die Atemwege befallen und dort oft ähnliche Symptome hervorrufen, braucht es zur Diagnose einen Labortest.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die typischen Atemwegserkrankungen.

Legende: +++ häufiger, ++ weniger häufig, + manchmal, / (sehr) selten

Erkrankung COVID-19 Influenza (Grippe) Andere Erkältungen
Erreger SARS-CoV-2 (Neuartiges Coronavirus) Influenza-Viren >100 verschiedene Viren (und Bakterien)
Symptombeginn Wenn symptomatisch, dann oft weniger abrupt Rasch einsetzend Langsam über Tage
Inkubationszeit (typischerweise) 5-6 Tage 1-2 Tage Abhängig vom Erreger zwischen 2-10 Tage
Immunität nach Infektion oder Impfung Nicht abschließend erforscht Teilweise Abhängig vom Erregertyp und Immunstatus
Impfung verfügbar? In Erprobung Ja Nein
Medikamente verfügbar? Nur unspezifisch wirksame Spezifisch wirksame Nur unspezifisch wirksame
Symptome
Fieber +++ +++ /
Husten +++ +++ ++
Kurzatmigkeit + / /
Nasenlaufen/Schnupfen + + +++
Niesen / / +++
Halsschmerzen + + +++
Gliederschmerzen + +++ +++
Kopfschmerzen + +++ +
Entkräftung ++ +++ +
Durchfall + + /
Juckende Augen / / /
Geruchsverlust + / /
Erkrankung COVID-19 Influenza (Grippe) Andere Erkältungen
Erreger SARS-CoV-2 (Neuartiges Coronavirus) Influenza-Viren >100 verschiedene Viren (und Bakterien)
Symptombeginn Wenn symptomatisch, dann oft weniger abrupt Rasch einsetzend Langsam über Tage
Inkubationszeit (typischerweise) 5-6 Tage 1-2 Tage Abhängig vom Erreger zwischen 2-10 Tage
Immunität nach Infektion oder Impfung Nicht abschließend erforscht Teilweise Abhängig vom Erregertyp und Immunstatus
Impfung verfügbar? In Erprobung Ja Nein
Medikamente verfügbar? Nur unspezifisch wirksame Spezifisch wirksame Nur unspezifisch wirksame
Symptome
Fieber +++ +++ /
Husten +++ +++ ++
Kurzatmigkeit + / /
Nasenlaufen/Schnupfen + + +++
Niesen / / +++
Halsschmerzen + + +++
Gliederschmerzen + +++ +++
Kopfschmerzen + +++ +
Entkräftung ++ +++ +
Durchfall + + /
Juckende Augen / / /
Geruchsverlust + / /
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Wann muss ich zum Arzt?

Normalerweise sind Infekte der Atemwege selbstlimitierend, das heißt, sie klingen nach einigen Tagen und spätestens nach zwei Wochen von selbst wieder ab. Dennoch kann in Einzelfällen der Arztbesuch oder sogar eine Krankenhausaufnahme erforderlich werden.

Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt einen Arztbesuch vor allem für Personen, bei denen eine chronische Erkrankung oder Schwangerschaft vorliegt, die jünger als 2 Jahre oder älter als 60 Jahre sind oder bei denen ein schweres Krankheitsgefühl oder -verlauf auftritt. Typische Warnzeichen sind zunehmende Atembeschwerden, anhaltender Brustschmerz, Engegefühl in der Brust, nicht beherrschbares Fieber und Verwirrtheit.

Chronisch krank
Chronisch krank
Schwanger
Schwanger
Älter als 60
Älter als 60
Jünger als 2
Jünger als 2
Atembeschwerden
Atembeschwerden
Brustschmerzen
Brustschmerzen
Fieber
Fieber
Verwirrtheit
Verwirrtheit
Grippeimpfung und Coronaviren

Bei der Grippe gibt es bereits – im Unterschied zu COVID-19 – einen entscheidenden Baustein in der Vorbeugung: die Grippeimpfung. Mit dieser Impfung lassen sich eine Vielzahl der jährlichen Grippeinfektionen erfolgreich verhindern. Aus medizinischer Sicht gibt es aktuell keine Anhaltspunkte dafür, dass die Grippeimpfung einen direkten, immunologischen Schutz vor dem neuartigen Coronavirus, Sars-CoV-2, bietet.

Allerdings besteht die Möglichkeit, an COVID-19 und der Grippe gleichzeitig zu erkranken. Insbesondere für Risikogruppen, denen ohnehin eine Grippeimpfung empfohlen wird, ist das ein lebensbedrohliches Szenario.

Das RKI empfiehlt daher weiterhin allen Risikogruppen die Grippeimpfung im Herbst und Winter. So kann durch die daraus entstehende Immunität die Infektion mit den Influenza-Viren verhindert oder zumindest der Verlauf so abgeschwächt werden, dass sich das Immunsystem auf die Abwehr des Coronavirus konzentrieren kann.

Nebenwirkungen der Grippeimpfung

Impfungen verlaufen in der Regel nebenwirkungsfrei. Jedoch können in Einzelfällen meist milde Symptome auftreten: Man spricht dabei von einer sogenannten „Impfreaktion” als normaler Ausdruck der Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Erreger. Dabei kann es sich um eine Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle der Nadel, Muskelschmerzen, vorübergehende Müdigkeit und Abgeschlagenheit oder Fieber handeln. Die Symptome klingen meist nach wenigen Tagen wieder ab. Darüber hinausgehende Nebenwirkungen sind bei der Grippeimpfung nicht beschrieben.

Die Grippeimpfung bei Kindern

Auch Kinder können an der Grippe erkranken, wenngleich sie von anderen Erkältungsviren deutlich häufiger betroffen sind. Eine Influenza-Infektion verläuft bei Kindern meist weniger stark symptomatisch ab als bei Erwachsenen und ähnelt eher einer Erkältung.

Sind Kinder jedoch zusätzlich von einer schweren chronischen Grunderkrankung betroffen, sollten sie in jedem Fall gegen die saisonale Grippe geimpft werden. Zudem sollten sich Angehörige eines Kindes generell impfen lassen, die zu einer Risikogruppe gehören. Ihre Impfung kann dann auch das Ansteckungsrisiko des Kindes verringern.

Eine Impfung der Eltern wirkt sich auch darüber hinaus positiv auf das Wohl ihres Kindes aus: Bleiben die Eltern dank einer Impfung gesund, so fallen sie nicht krank aus und können sich weiterhin um ihr Kind kümmern.

Gleichzeitige Erkrankung an COVID-19 und der Grippe

Eine parallele Infektion mit Influenza und Coronavirus ist generell möglich. Der Körper ist durch eine erste Infektion bereits geschwächt und nach einem weiteren Erregerkontakt ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es zu einer weiteren Atemwegserkrankung kommt.

Durch die Kontaktbeschränkungen und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hat sich die Wahrscheinlichkeit, sich einen Atemwegsinfekt zuzuziehen, gegenüber dem Vorjahr zeitweise mehr als halbiert.

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