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Coronavirus: Hinweise
für Raucher

Risikofaktor Glimmstengel: Wie gefährlich ist das Coronavirus für Raucher?

Wie ist die genaue Faktenlage zum Rauchen

Raucher haben ein erhöhtes Risiko, schwerer als Nichtraucher am Coronavirus zu erkranken. Darauf macht die Landesärztekammer aufmerksam. Wie sich die Angewohnheit auf das Coronavirus auswirkt und ob Raucher anfälliger für eine Infektion und einen schweren Krankheitsverlauf sind, erfahren Sie hier.

Sind Raucher eine Risikogruppe in Sachen Corona-Infektionen? Ist das Risiko höher zu erkranken bzw. sich anzustecken?

Noch ist die Datenlage unklar:

„Ob das SARS-Cov-2-Infektionsrisiko für Raucher per se höher ist als für Nichtraucher, ist noch umstritten und lässt sich zurzeit aufgrund der Dunkelziffer noch nicht mit Bestimmtheit sagen“, sagt Dr. Bernd Lamprecht, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie. Generell lässt sich jedoch sagen, dass durch Rauchen das Immunsystem geschädigt wird. Deshalb sind Raucher anfälliger für eine Infektion mit Bakterien oder Viren. Dazu kommt, dass, durch das Rauchen von Zigaretten, die Hand immer wieder zum Mund geführt wird. Ein Kontakt zwischen Mund und Hand, die mit Erregern besetzt sein kann, ist sehr wahrscheinlich. Folglich ist es für Viren und Bakterien einfacher, in den Körper einzudringen.

Quellen:
Infektionsschutz
OGP
Rauchfrei-Info
Lungenärzte im Netz

Welche Risiken birgt die Nikotinzufuhr in der Lunge bei einer Corona-Erkrankung? Haben Raucher ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf?

Als gesichert gilt, dass aktive Raucher, die an COVID-19 erkranken, ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben als Nichtraucher.

Die Todesrate ist ebenfalls deutlich erhöht. Erklärungen dafür gibt es laut Prim. Priv.-Doz. Dr. Bernd Lamprecht, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie, folgende: Zum einen sind Raucherlungen durch den Tabakkonsum vorgeschädigt. Außerdem leiden Raucher öfter an Erkrankungen, die einen schweren Krankheitsverlauf wahrscheinlicher machen. Rauchen erhöht erwiesenermaßen nicht nur das Risiko für schwere Lungenerkrankungen, sondern unter anderem auch für Herz-Kreislauf-Störungen, Diabetes und viele Krebsformen.

Quellen:
Infektionsschutz
OGP
Rauchfrei-Info
Lungenärzte im Netz

Kann Nikotin möglicherweise vor einer Corona-Infektion schützen oder für Immunität sorgen? Welche Studien und Statistiken gibt es zu Corona-Infektionen von Rauchern?

Es ist schwierig, Beweise für einen Zusammenhang zwischen Nikotin und COVID-19 zu finden, da ein Großteil der Literatur und Studien widersprüchlich sind.

Ob Nikotin vor einer Infektion schützt oder sie fördert, ist strittig. Sicher ist, dass das Inhalieren von Giftstoffen wie Tabak und Nikotin einen schweren Verlauf von COVID-19 begünstigt und das Immunsystem schwächt. Wie es um anderweitigen Konsum von Nikotin steht, wie zum Beispiel Nikotinpflaster, ist ebenfalls umstritten. Wenn sie allerdings zur Raucherentwöhnung eingesetzt wird, steht fest, dass die Nikotinersatztherapie sicher und wirksam ist.

Quelle:
CEBM

Wie steht es um das Rauchen von Wasserpfeifen?

Die Inhaltsstoffe im Rauch von Zigaretten und Wasserpfeifen sind praktisch die gleichen. Bei Wasserpfeifen und Shishas gelten deshalb die gleichen Risiken von COVID-19 wie bei Zigaretten.

Dazu kommt, dass ein erhöhtes Risiko einer Infektion durch das gemeinsame Rauchen besteht. COVID-19 verbreitet sich nach wie vor hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion. Von der gemeinsamen Benutzung einer Wasserpfeife ist daher aktuell abzuraten.

Quelle:
Rauchfrei-Info

Welche Vorsichtsmaßnahmen gelten speziell für Raucher?

Die Tröpfcheninfektion ist die häufigste Übertragungsart des Virus. Es gilt deshalb, besonders beim gemeinsamen Rauchen, einen Mindestabstand von 2m einzuhalten oder es generell zu meiden.

Gleiches gilt für die Benutzung von Wasserpfeifen und Shishas. Das Risiko der Übertragung ist dort noch größer, wenn das gleiche Mundstück benutzt wird. Dazu kommt, dass, durch das Rauchen von Zigaretten, die Hand immer wieder zum Mund geführt wird. Auch hier besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Quelle:
Rauchfrei-Info

Kann Passivrauchen das Virus leichter übertragen?

Am 09. Juli 2020 bestätigte die WHO offiziell, dass das Coronavirus nicht nur durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen, sondern auch über Aerosole, übertragen werden kann.

Aerosole sind feine Schwebeteilchen, die sich länger in der Luft halten können, als größere Tropfen, die beim Husten oder Niesen ausgestoßen werden. Zu Aerosolen gehören ausgeatmete Luft, Wasserdampf und Rauch. Ob besonders Passivrauchen das Risiko einer Infektion erhöht, ist aber bisher durch Studien nicht erwiesen.

Quelle:
WHO

Lohnt sich jetzt ein Rauchstopp? Welche Nikotinersatz-Präparate gibt es und wo erhält man diese?

Die Raucherentwöhnung hat eine unmittelbare positive Auswirkung: Das erhöhte Übertragungsrisiko, das beim Rauchen durch Berührung der Finger mit dem Gesicht auftritt, wird beseitigt.

Eine effektive Methode zur Raucherentwöhnung sind Nikotinersatzpräparate. Diese führen dem Körper sehr langsam Nikotin zu. Im Gegensatz zu Zigaretten haben die Präparate keine der im Tabakrauch enthaltenen giftigen Stoffe. Nikotinersatzpräparate gibt es in verschiedenen Stärken und Formen. Rezeptfrei in der Apotheke erhalten Sie folgende: Nikotin-Kaugummis, Nikotin-Lutschtabletten, Nikotin-Inhalator und Nikotin-Pflaster.

Quelle:
Rauchfrei-Info
Deutsches Krebsforschungszentrum

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