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Kombination aus Wearable-Daten und digitalen Fragebögen: FeMFit-Studie von Data4Life eröffnet neue Forschungswege im Bereich Female Health

Potsdam, 05.04.2022. Das Potsdamer Unternehmen Data4Life erweitert seine ForschungsaktivitĂ€ten rund um die Erhebung von Real-World-Daten (auf deutsch: “Alltagsdaten”). Im Januar 2022 hat die gemeinnĂŒtzige Organisation die digitale Female-Health-Studie FeMFit (Feasibility study on Menstrual cycles with Fitbit device) gestartet. Im Rahmen der Studie arbeitet Data4Life mit der GynĂ€kologin und Digital-Health-Expertin Priv.-Doz. Dr. med. Maike Henningsen zusammen, die eine Juniorprofessur fĂŒr Digital Health an der Uni Witten-Herdecke innehĂ€lt und die Praxis fĂŒr Frauenmedizin am Bundesplatz in Berlin leitet.

Datengetriebene Female Health-Forschung durch Wearables

Wearable-GerĂ€te ermöglichen eine kontinuierliche und einfache Datenerhebung von Real-World-Daten. Laut Statistischem Bundesamt nutzten zu Beginn des Jahres 2020 15,5 Millionen Menschen in Deutschland Wearable-GerĂ€te wie Fitnesstracker oder Smartwatches, der Absatz hat sich zwischen 2014 und 2020 verfĂŒnfzehnfacht*. Die AktivitĂ€tsdaten, die ĂŒber Wearables erfasst werden, können als digitale Biomarker frĂŒhzeitig auf bestimmte Krankheiten hinweisen oder die Therapie von Erkrankungen begleiten. Insbesondere im Bereich Female Health, bzw. Menstrual Health können ĂŒber bestimmte digitale Biomarker relevante Erkenntnisse ĂŒber den weiblichen Körper gewonnen und so neue datengetriebene Forschungswege eröffnet werden. 

Die FeMFit-Studie ist ein erster Schritt, um herauszufinden, inwiefern die VerknĂŒpfung von digitalen Fragebögen mit Wearable-Daten eine valide digitale Datenerhebung ĂŒber den Menstruationszyklus ermöglicht.

“Zum ersten Mal haben wir die Chance, tĂ€glich Daten zu erfassen und diese mit klinischen Parametern zu assoziieren – das ist ein Novum in der Frauenheilkunde und wird hoffentlich neue Einblicke in den körperlichen Zustand einer Frau ermöglichen und die Basis fĂŒr weitere medizinische Entwicklungen sein”, sagt PD Dr. med. Maike Henningsen.

An der digitalen Studie können Personen im Alter von 18 bis 30 Jahren mit einem regelmĂ€ĂŸigen Zyklus teilnehmen, die Patientinnen in der Praxis “Frauenmedizin am Bundesplatz” sind. Die Teilnehmenden tragen ĂŒber den gesamten Studienzeitraum einen Fitnesstracker der Marke Fitbit, der verschiedene digitale Biomarker wie die körperliche AktivitĂ€t, Schlafdauer, Schrittzahl und Ruhepuls misst. Zudem beantworten die Probandinnen ĂŒber den Studien-Account von Data4Life regelmĂ€ĂŸig Fragen zu ihrem Menstruationszyklus. 

“Um die QualitĂ€t der Gesundheitsversorgung weiter zu verbessern, sollte die Perspektive von Patientinnen und Patienten mit der Erhebung von digitalen Biomarkern kombiniert werden”, sagt PD Dr. med. Cornelius Remschmidt, Chief Medical Officer bei Data4Life und Leiter der Studie. ”Die Kombination aus subjektiven und objektiven Alltagsdaten eröffnet neue Möglichkeiten einer digitalisierten, evidenzbasierten Gesundheitsforschung.”

Die FeMFit-Studie ist der erste Schritt fĂŒr mögliche weitere Studien zur Erforschung zyklusabhĂ€ngiger Reaktionen auf Ă€ußere EinflĂŒsse, wie Medikamenteneinnahme, Infektionen oder Stress und wurde von der Ethikkommission der Ärztekammer Berlin freigegeben (Eth-24/21). Basierend auf diesen neuen Erkenntnissen zum weiblichen Körper können Therapien neu evaluiert und, wo notwendig, dem Zyklus angepasst werden. 

* Quelle: Pressemitteilung Nr. 078  des Statistischen Bundesamts vom 22. Februar 2021

Über Data4Life
Die D4L data4life gGmbH ist eine gemeinnĂŒtzige HealthTech-Organisation, die von der Hasso Plattner Foundation finanziert wird. Das internationale Team arbeitet an der Vision, Gesundheitsdaten in den Bereichen Public Health und personalisierte Medizin beforschbar zu machen, um die PrĂ€vention, Diagnose und Therapie von Krankheiten entscheidend zu verbessern. Um dies zu verwirklichen, arbeitete Data4Life seit der GrĂŒndung 2017 bereits mit Expert:innen renommierter Forschungseinrichtungen weltweit zusammen, darunter verschiedene UniversitĂ€tskliniken, das Robert Koch-Institut, das Mount Sinai Hospital in New York und das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut.

Data4Life wurde 2017 gegrĂŒndet und hat ihren Unternehmenssitz in Potsdam mit Standorten in Berlin, Barcelona und Singapur. GeschĂ€ftsfĂŒhrer ist Christian-Cornelius Weiß. Im Juli 2019 ist Data4Life gemĂ€ĂŸ ISO 27001 nach dem IT-Grundschutz vom Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert worden. Weitere Informationen auf www.data4life.care.

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