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Coronavirus: Hinweise fĂŒr Schwangere

Hier haben wir die wichtigsten Informationen und Fakten rund um das Thema Schwangerschaft in Coronazeiten.

Zu den Fragen

Worauf Sie als schwangere Frau jetzt achten sollten

Das Coronavirus hat viele verschiedene Risikogruppen. Schwangere Frauen gehören grundsĂ€tzlich nicht dazu. Viele Schwangere fragen sich, ob das Coronavirus SARS-CoV-2 Auswirkungen auf ihre Schwangerschaft und das Baby haben kann. Was sollte man als werdende Mutter wĂ€hrend der Schwangerschaft beachten, um eine Corona-Infektion zu vermeiden? Gibt es Regeln, die bei der Entbindung im Krankenhaus eingehalten werden mĂŒssen? Erfahren Sie hier mehr!

Corona-Risiko fĂŒr Schwangere

Hier finden Sie alles darĂŒber, ob Schwangere als Risikogruppe gelten und ob eine Infektion Risiken fĂŒr das ungeborene Kind birgt.

Besteht ein erhöhtes Risiko fĂŒr Schwangere und deren ungeborenen Kinder im Zusammenhang einer SARS-CoV-2-Infektion? Kann es zu FrĂŒh- oder Fehlgeburten kommen?

Eine Schwangerschaft erhöht nicht die AnfĂ€lligkeit fĂŒr eine SARS-CoV-2-Infektion; sie scheint jedoch den klinischen Verlauf von COVID-19 im Vergleich zu nicht schwangeren Frauen im reproduktionsfĂ€higen Alter zu verschlechtern. Schwangere Patientinnen haben ein erhöhtes Risiko fĂŒr eine schwere Erkrankung.

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Im Vergleich zu nicht infizierten Schwangerschaften gilt fĂŒr von COVID-19 betroffene Schwangerschaften:

  • kein erhöhtes Risiko fĂŒr Fehlgeburten oder angeborene Fehlgeburten

  • ein erhöhtes Risiko fĂŒr FrĂŒhgeburten, Kaiserschnittgeburten und Totgeburten (dies gilt jedoch vornehmlich fĂŒr Patientinnen mit schweren Erkrankungen und Infektionen im dritten Trimester

  • ein erhöhtes Risiko fĂŒr die Entwicklung einer PrĂ€eklampsie haben

FĂŒr das ungeborene Kind ist Folgendes aus Studien bekannt geworden:

  • Weniger als 5 Prozent der Kinder infizierter MĂŒtter haben in der frĂŒhen Neugeborenenperiode Symptome einer leichten Infektion entwickelt (d. h., sie mussten nicht beatmet werden), und die meisten dieser FĂ€lle wurden auf eine postnatale Übertragung (nach der Geburt) durch die Mutter oder andere Betreuungspersonen mit COVID-19 zurĂŒckgefĂŒhrt. 


  • Quelle: UptoDate

Ist eine Behandlung/Geburt im Krankenhaus weiterhin sicher?

NatĂŒrlich ist das Ansteckungsrisiko an Orten, wo sich vermehrt Menschen aufhalten, erhöht.

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Das gilt daher auch fĂŒr KrankenhĂ€user. Trotzdem sollte eine nötige Klinikbehandlung keinesfalls aufgrund einer Sorge vor SARS-CoV-2 aufgeschoben oder gar abgesagt werden.

Bei entsprechendem Wunsch und je nach Umsetzbarkeit ist gegen eine gut betreute ambulante Geburt oder eine frĂŒhzeitige Entlassung nach der Entbindung jedoch auch nichts einzuwenden.

Quelle:
UpToDate
Stellungnahme der Fachgesellschaften

Stillzeit und Kreißsaal

Finden Sie hier alles zur Übertragung des Coronavirus in der Stillzeit und zu Regelungen in den KreißsĂ€len.

Gibt es Bedenken beim Stillen?

Das Risiko, dass SARS-CoV-2 ĂŒber die Muttermilch ĂŒbertragen wird, gilt als extrem gering.

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Daher sollten MĂŒtter nicht auf das Stillen verzichten. Selbst bei Vorliegen eines erhöhten Ansteckungsrisikos kann unter verstĂ€rkter BerĂŒcksichtigung von grĂŒndlichem HĂ€ndewaschen, Reinigen der Brust und dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes weiter gestillt werden.

Außerdem besteht ein allgemeiner Konsens darĂŒber, dass das Stillen aufgrund seiner zahlreichen Vorteile fĂŒr Mutter und Kind gefördert werden sollte. Im Falle einer vergangenen mĂŒtterlichen COVID-19-Infektion oder einer mĂŒtterlichen COVID-19-Impfung kann der SĂ€ugling zudem einen passiven Antikörperschutz (sowohl IgA- als auch IgG-neutralisierende Antikörper) gegen das Virus erhalten, da die Muttermilch eine Quelle mĂŒtterlicher Antikörper und anderer antiinfektiver Faktoren ist.

Quelle:
UpToDate

DĂŒrfen Partner:innen bei einer Geburt im Kreißsaal dabei sein?

Hierzu gibt es keine bundeseinheitliche Regelung.

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Die Empfehlungen können zudem je nach aktuellem Infektionsgeschehen schwanken.
Die gynĂ€kologischen und geburtshilflichen Fachgesellschaften empfehlen, Partner:innen bei der Geburt zuzulassen. Voraussetzung dafĂŒr ist typischerweise, dass sie keine Erkrankungssymptome zeigen sowie genesen sind, vollstĂ€ndig geimpft wurden oder ein negatives Testergebnis vorweisen können. Werdende Eltern sollten sich im jeweiligen Krankenhaus am besten vorab erkundigen.

Rauchen, Aerosole und Passivrauchen

Es gibt bereits Studien zum Thema Rauchen und Coronavirus. Erfahren Sie die neuen Erkenntnisse hier. Außerdem erfahren Sie, ob auch das Rauchen von Wasserpfeifen mit einem erhöhten Risiko verbunden ist.

Kann Nikotin möglicherweise vor einer Corona-Infektion schĂŒtzen?

Aktuell gibt es keine Erkenntnisse darĂŒber, dass Nikotin vor einer Infektion schĂŒtzen kann. Im Gegenteil:

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Rauchen und die damit verbundene SchĂ€digung der Lunge sorgen fĂŒr ein erhöhtes Ansteckungsrisiko sowie schwerere KrankheitsverlĂ€ufe. Eine ImmunitĂ€t gegen SARS-CoV-2 kann nur durch eine durchgemachte Infektion oder eine Impfung hervorgerufen werden.

Anders ist die Situation bei Nikotinpflastern – auch hier lassen sich zwar keine direkt schĂŒtzenden Effekte nachweisen, jedoch sollten sie im Rahmen einer Raucherentwöhnung unbedingt weiter eingesetzt werden. Denn eine Raucherentwöhnung bewirkt auch eine Reduktion des Erkrankungsrisikos.

Wie steht es um das Rauchen von Wasserpfeifen?

Die Inhaltsstoffe im Rauch von Zigaretten und Wasserpfeifen sind Àhnlich.

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Bei Wasserpfeifen und Shishas gelten deshalb grundsÀtzlich die gleichen Risiken und Handlungsempfehlungen wie bei Zigaretten. Hinzu kommt ein erhöhtes Infektionsrisiko durch das gemeinsame Rauchen. COVID-19 verbreitet sich nach wie vor hauptsÀchlich durch Tröpfcheninfektion. Von der gemeinsamen Benutzung einer Wasserpfeife ist daher aktuell abzuraten.

Arbeitsschutz und BeschÀftigungsverbote

Hier erfahren Sie alles Wichtige zu Arbeitsschutz und BeschĂ€ftigungsverboten fĂŒr Schwangere wĂ€hrend Corona.

Welche Regelungen gelten fĂŒr Schwangere in der Arbeitswelt wĂ€hrend Corona?

Die Sorge von Schwangeren, sich auf dem Weg zur Arbeit anzustecken, ist derzeit kein rechtsgĂŒltiger Grund, nicht zur Arbeit gehen zu mĂŒssen.

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Auch gibt es kein generelles BeschĂ€ftigungsverbot fĂŒr Schwangere wĂ€hrend der Pandemie. Relevante Ausnahmen bestehen jedoch wĂ€hrend Kontakt- und AusgangsbeschrĂ€nkungen. Unter solchen UmstĂ€nden dĂŒrfen Schwangere beispielsweise nicht mit Arbeit betraut werden, die ein erhöhtes Infektionsrisiko zur Folge haben können. Lesen Sie mehr dazu hier: DGB.

Quelle:
DGB
Tagesschau.de

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