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Jede 3. Person hat ein erhöhtes Risiko schwer an COVID-19 zu erkranken. Dokumentieren Sie Ihre Gesundheit

Coronavirus: Informationen für
Asthmatiker und Allergiker

Asthmapatienten schienen zur Risikogruppe für Covid-19 zu gehören. Inzwischen gibt es Hypothesen, dass das Risiko für sie sogar geringer sein könnte.

Was Sie als Asthmatiker oder Allergiker jetzt wissen müssen

Die Coronavirus-Pandemie sorgt bei vielen Menschen für Verunsicherung. Asthmatiker sind besonders beunruhigt, da das Virus dafür bekannt ist, die Lunge zu belasten. Experten relativieren diese Sorge. Erfahren Sie hier mehr.

Risiko für Asthmatiker und ihre Asthma-Behandlung

Erfahren Sie hier, ob das Risiko für eine Corona-Erkrankung als Asthmatiker größer ist und ob die Behandlung mit Asthma-Medikamenten ohne Bedenken fortgeführt werden kann.

Ist das Risiko als Asthmatiker größer?

Im Gegensatz zu Patienten mit anderen Lungenerkrankungen wie einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) ist das Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken, für die meisten Asthmatiker nicht erhöht.

Einzig solche Patienten, die kürzlich orale Glukokortikoide eingenommen haben, könnten möglicherweise ein minimal erhöhtes Risiko aufweisen. Dieses steht jedoch in keiner Relation zu den möglichen Nachteilen, die ein Absetzen der Asthma-Medikamente bringen würde. Daher empfiehlt die Fachgesellschaft, die Asthma-Therapie unverändert fortzuführen.

Quellen:
Williamson, E.J., Walker, A.J., Bhaskaran, K. et al. Factors associated with COVID-19-related death using OpenSAFELY. Nature 584, 430–436 (2020).
DGP

Sollte die Asthma-Behandlung unverändert fortgeführt werden?

Für alle Asthmatiker gilt die Empfehlung, dass sie die Behandlung mit ihren Medikamenten unverändert fortführen sollen.

Insbesondere gilt dies auch für diejenigen Patienten, die orale Glukokortikoide („Cortison”) einnehmen. Etwaige geringe Erhöhungen des Risikos für schwere COVID-19-Verläufe stehen in keinem Verhältnis zu möglichen Komplikationen, die aufgrund der Therapieänderung eines gut eingestellten Asthmas auftreten könnten. In gleicher Weise empfiehlt die Fachgesellschaft, auch Therapien mit den sogenannten Biologicals weiterzuführen.

Quellen:
Williamson, E.J., Walker, A.J., Bhaskaran, K. et al. Factors associated with COVID-19-related death using OpenSAFELY. Nature 584, 430–436 (2020).
DGP

Risiko für Allergiker und ihre Allergie-Behandlung

Erfahren Sie hier, ob das Risiko für eine Corona-Erkrankung als Allergiker größer ist und ob die Behandlung mit Allergie-Medikamenten ohne Bedenken fortgeführt werden kann.

Ist das Risiko als Allergiker größer?

Bislang zeigte sich in keiner Studie, dass Allergiker ein erhöhtes Risiko haben, sich mit dem Coronavirus zu infizieren oder schwer an COVID-19 zu erkranken.

Es sind über die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln hinaus keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Dies gilt also für Menschen mit Heuschnupfen – auch allergische Rhinitis oder Rhinokonjunktivitis genannt –, mit Lebensmittelallergien, allergischem Asthma oder Neurodermitis. Insbesondere sollten Allergiker ihre medikamentösen Therapien – auch solche mit Glukokortikoiden oder modernen sogenannten Biologicals – weiterführen.

Quellen:
DGAKI
DGAKI

Sollte die Allergie-Behandlung unverändert fortgeführt werden?

Kortisonhaltige Nasensprays sind für viele Allergiker ein effektives Mittel, um die Beschwerden effektiv zu verringern.

Diese erhöhen jedoch nicht das Risiko, schwerer an COVID-19 zu erkranken. Für inhalative Steroide wie etwa Sprays und Pulversysteme konnte ebenfalls kein erhöhtes Risiko nachgewiesen werden. Daher sollte die Therapie damit fortgeführt werden.
Bei Asthmatikern werden teils orale Glukokortikoide – also „Cortison” in Tablettenform – verschrieben. Hier gibt es vereinzelte Hinweise, dass dies zu einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf führen könnte. Jedoch steht dieses allenfalls gering erhöhte Risiko in keinem Verhältnis zu den möglichen Nachteilen, die ein Pausieren der Therapie mit sich bringen würde. Auch Hyposensibilisierungen oder Biological-Behandlungen sollten keineswegs unterbrochen werden.

Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen

Hier finden Sie heraus, welche Schutzmaßnahmen bei Allergien oder Asthma ratsam sind und wie Sie sich im Falle einer Infektion verhalten sollten.

Was gibt es für Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen bei Allergikern und Asthmatikern?

Menschen mit Allergien oder Asthma sollten sich an die von Behörden und Gesundheitsexperten empfohlenen Hygiene- und Schutzmaßnahmen halten.

Hier besteht jedoch kein Unterschied zu den Maßnahmen bei anderen Menschen.

Was tun bei Verdacht auf COVID-19?

Grundsätzlich gilt bei einem Verdacht auf COVID-19 bei Allergikern und Asthmatikern das gleiche wie für andere Menschen auch:

Versuchen Sie nach Möglichkeit, zu Hause zu bleiben, melden Sie sich telefonisch bei ihrem behandelnden Arzt oder dem zuständigen Gesundheitsamt und folgen Sie deren Ratschlägen.

Bei Unsicherheit darüber, ob es sich bei den Symptomen eher um allergische oder asthmatische Symptome handelt, bietet die CovApp eine gute Entscheidungshilfe. Sie wurde zusammen mit der Charité Berlin entwickelt und liefert einen Anhaltspunkt dafür, wie wahrscheinlich es ist, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben und ob ein Test beim Arzt notwendig ist. covapp.charite.de

Auch ein Blick in Symptomtabellen kann bei der Unterscheidung helfen, wie der Deutscher Allergie- und Asthmabund e. V. rät. Ein wichtiges Kriterium ist zum Beispiel, dass Infektionen mit SARS-CoV-2 oft von Fieber oder trockenem Husten geprägt sind, wohingegen Allergien kein Fieber verursachen – dafür aber oft tränende Augen, Schnupfen sowie Niesreiz.

Eine praktische Symptomtabelle finden Sie hier.

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