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Warnzeichen bei RĂŒckenschmerzen

Manche Beschwerden sollten nicht ignoriert werden

RĂŒckenschmerzen als Volkskrankheit

RĂŒckenschmerzen sind extrem hĂ€ufig. Studien gehen davon aus, dass etwa jede 4. Person innerhalb eines Monats RĂŒckenschmerzen verspĂŒrt. FĂŒr Betroffene geht dies hĂ€ufig mit erheblichen EinschrĂ€nkungen ihres Alltagslebens einher [1].

Doch auch fĂŒr die Gesellschaft als ganzes stellen RĂŒckenschmerzen eine erhebliche Belastung dar. Denn laut SchĂ€tzungen gehen etwa 1% aller direkten Krankheitskosten in Deutschland auf RĂŒckenschmerzen zurĂŒck – dazu 15% aller ArbeitsunfĂ€higkeitstage und 18% aller FrĂŒhberentungen [2].

Wer unter RĂŒckenschmerzen leidet, ist also keineswegs allein. Und trotzdem kann der gut gemeinte Ratschlag eines Bekannten („hatte ich auch mal” –  „damals half mir XYZ”) schnell in die Irre fĂŒhren. Denn die Ursachen von RĂŒckenschmerzen können grundverschieden sein. 

Was die Sache weiter erschwert, ist, dass in 85 % der FĂ€lle ein sogenannter „unspezifischer RĂŒckenschmerz” vorliegt. Das heißt, hier liegt kein identifizierbarer Auslöser fĂŒr die Beschwerden vor. Immerhin ist diese Gruppe der RĂŒckenbeschwerden meist „selbstlimitierend”. Innerhalb von wenigen Wochen nehmen die Schmerzen also von allein wieder ab [3].

Damit die anderen FĂ€lle, in denen eine ernstzunehmende Krankheit die Ursache fĂŒr die RĂŒckenbeschwerden sein könnte, nicht unbemerkt bleiben, lohnt der Blick auf folgende Infografik [4, 5]:

Übersicht zu den wichtigsten Warnzeichen bei RĂŒckenschmerzen
Warnzeichen bei RĂŒckenschmerzen

Mit der richtigen Therapie zur Schmerzreduktion

WĂ€hrend also bei den allermeisten Arten von RĂŒckenschmerzen einfache Maßnahmen wie WĂ€rme, Bewegung und Physiotherapie Abhilfe schaffen können, sieht dies bei den deutlich seltenen, aber dann ernstzunehmenden Ursachen komplett anders aus.

Hier ist es entscheidend, möglichst schnell einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen und die Beschwerden genauer abklĂ€ren zu lassen. Denn nicht nur, dass der frĂŒhestmögliche Behandlungsbeginn die Prognose wesentlich verbessern kann. Vielmehr fallen die jeweiligen Behandlungen dann auch grundlegend anders aus – eben je nach Ursache. 

FĂŒr alle anderen Menschen mit RĂŒckenschmerzen – also die meisten – gilt erstmal ruhig Blut bewahren. RĂŒckenschmerzen sind hĂ€ufig. RĂŒckenschmerzen verschwinden hĂ€ufig. Und es gibt ein riesiges Arsenal an Alltagsmaßnahmen, mit denen man ihr Auftreten deutlich seltener machen und lindern kann. WĂ€rme, Bewegung und vor allem gezielte KrĂ€ftigungsĂŒbungen sind die besten Beispiele dafĂŒr.

Die Inhalte dieses Artikels geben den aktuellen wissenschaftlichen Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und wurden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch kann der Artikel keine medizinische Beratung und Diagnose ersetzen. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Allgemeinarzt.

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