Inhalt

Das Robert Koch-Institut und Data4Life starten erstes gemeinsames digitales Public-Health-Projekt

  • Die Metadata-Exchange-Plattform MEx macht Forschungsdaten universell auffindbar und unterstĂŒtzt die Nachnutzung

  • MEx fördert das Umdenken in der Gesundheitsforschung und ist Teil der Open-Data-Strategie der Bundesregierung

Potsdam, 05. Juli 2022. Die Metadata-Exchange-Plattform MEx ist das erste gemeinsame Public-Health-Projekt von dem gemeinnĂŒtzigen Potsdamer Health-Tech-Unternehmen Data4Life und dem Robert Koch-Institut (RKI). MEx ist eine digitale Plattform, die Metadaten zu ForschungsaktivitĂ€ten und Forschungsdaten am RKI transparent abbildet, um eine Weiterverwendung dieser Daten zu erleichtern. Das Projekt ist die erste Initiative aus der 2021 geschlossenen Kooperation zwischen dem RKI und Data4Life und wird durch Teams aus beiden Organisationen gemeinschaftlich umgesetzt. MEx zĂ€hlt zudem zu einer der zahlreichen Maßnahmen zur Umsetzung der Open-Data-Strategie der Bundesregierung. 

Metadaten als Grundlage zur Nachnutzung von Forschungsdaten
HĂ€ufig sind die Forschungsdaten in der Gesundheitsforschung auf verschiedenen Speicherorten verteilt und dadurch schwer auffindbar. MEx stellt eine zentrale und umfassende Übersicht der bestehenden ForschungsaktivitĂ€ten innerhalb des RKI anhand ihrer Metadaten dar. Bei diesen Metadaten handelt es sich um strukturierte Informationen zu Titel, Beschreibung und Forschungsbereich der Projekte, aber auch um technische Angaben zur Art der Datenerhebung, Dateiformaten und technischer Dokumentation. Über eine Suchmaske können Nutzer:innen in MEx dann gezielt nach Forschungsprojekten und -daten suchen.

Durch den Ansatz der Katalogisierung von Metadaten werden auch die Forschungsdaten transparent und auffindbar gemacht, die nicht ohne Weiteres öffentlich geteilt werden können. Dadurch können diese Daten gezielt angefragt und fĂŒr kooperative ForschungstĂ€tigkeiten genutzt werden. 

FĂŒr einen kulturellen Wandel im Sinne der FAIR-Prinzipien*
Mit dem MEx-Projekt möchten Data4Life und das RKI ein generelles Umdenken in der Forschungsgemeinschaft voranbringen. Die Plattform soll vornehmlich Wissenschaftler:innen, die SekundĂ€rdatenanalysen durchfĂŒhren eine moderne, digitale und transparente Lösung fĂŒr den Forschungsalltag bieten. Durch die breite Datenbasis kann damit auch die Grundlage fĂŒr Forschung durch Methoden der kĂŒnstlichen Intelligenz geschaffen werden.

“Nur wenn wir es schaffen Datensilos aufzubrechen und Forschende ihre Daten und Ergebnisse transparent und intrinsisch motiviert teilen, können neue wertvolle Impulse entstehen und ein Kulturwandel hin zu den FAIR-Prinzipien bewirkt werden”, sagt PD Dr. med. Cornelius Remschmidt, Epidemiologe und Chief Medical Officer bei Data4Life. 

Data4Life unterstĂŒtzt das RKI mit ihrer Digital Engineering-Expertise nicht nur dabei, die Anwendung der FAIR-Prinzipien (Findability, Accessibility, Interoperability, Reuse) voranzutreiben und anschlussfĂ€hig zu bleiben, sondern gleichzeitig der Open-Data-Strategie der Bundesregierung Rechnung zu tragen. Die Transparenz, die durch MEx entsteht, legt den Grundstein, um auch zukĂŒnftig das gesamte Potenzial des stetig anwachsenden Datenbestands voll auszuschöpfen, SekundĂ€rforschung zu vereinfachen und Entwicklungen im Bereich der KĂŒnstlichen Intelligenz zu fördern.  
Die EinfĂŒhrung der MEx-Plattform am RKI ist fĂŒr Anfang 2023 geplant, aktuell befindet sich das Projekt in der internen Pilotphase. 

*Mehr Details zu den FAIR-Prinzipien: https://www.go-fair.org
Eine visuelle Beschreibung des MEx-Projekts finden Sie in diesem Video.

Über Data4Life
Die D4L data4life gGmbH ist eine gemeinnĂŒtzige Organisation, die von der Hasso Plattner Foundation finanziert wird. Das rund 100-köpfige Team arbeitet an der Vision, Gesundheitsdaten in den Bereichen Public Health und personalisierte Medizin beforschbar zu machen um die PrĂ€vention, Diagnose und Therapie von Krankheiten entscheidend zu verbessern. Um dies zu verwirklichen, arbeitet Data4Life mit fĂŒhrenden Institutionen des öffentlichen Gesundheitswesens, anerkannten medizinischen Expert:innen und renommierten Forschungseinrichtungen weltweit zusammen, darunter das Robert Koch-Institut, das Mount Sinai Hospital in New York und das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut.

Data4Life wurde 2017 gegrĂŒndet und hat ihren Unternehmenssitz in Potsdam mit Standorten in Berlin und Singapur. Seit Juli 2019 ist Data4Life gemĂ€ĂŸ ISO 27001 nach dem IT-Grundschutz vom Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert. Weitere Informationen auf www.data4life.care.

Pressekontakt
Konstanze PflĂŒger
media@data4life.care
0162 2729 163

Materialien herunterladen

Pressemitteilung als PDF

Mit Ihrer Einwilligung analysieren wir Ihre Nutzung zur Verbesserung der Website. Wenn Sie in die Übermittlung von Analysedaten einwilligen möchten, klicken Sie bitte auf „Akzeptieren”. Sie können die Website auch ohne Einwilligung in die Analyse Ihrer Nutzung nutzen. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Digitale Lösungen fĂŒr eine gesĂŒndere Welt

  • Eine Initiative der

    Hasso Plattner Foundation Logo
  • BSI Logo

    Data4Life ist vom Bundesamt fĂŒr
    Informationssicherheit gemĂ€ĂŸ
    ISO 27001 nach dem IT-Grundschutz zertifiziert.

  • Climate Neutral Logo