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Data4Life Umfrage zeigt: Bereitschaft, Gesundheitsdaten fĂŒr Forschung zu spenden, steigt durch COVID-19 Pandemie

Potsdam, 07. Mai 2020. Die Datenspende von Gesundheitsdaten fĂŒr (medizinische) Forschung bleibt auch in Zeiten der COVID-19 Pandemie ein sensibles Thema, doch die Bereitschaft, Daten sicher zu spenden, steigt, wenn dadurch zur BekĂ€mpfung von COVID-19 beigetragen werden kann. Eine aktuelle Umfrage der von der Hasso Plattner Foundation finanzierten, gemeinnĂŒtzigen Organisation Data4Life unter 5.002 Teilnehmern in Deutschland zeigt, dass fast zwei Drittel (65%) aller Befragten bereit sind, ihre Gesundheitsdaten (Puls, Fieber, Vorerkrankungen) und Bewegungsdaten (Standort, Abstandsmessung) der COVID-19 Forschung zu spenden. Über drei Viertel (77%) derjenigen, die ihre Daten zur VerfĂŒgung stellen wĂŒrden, wĂ€ren dadurch motiviert, mit Ihrer Datenspende zur EindĂ€mmung der COVID-19 Ausbreitung beizutragen, knapp zwei Drittel (65%) erhoffen sich eine beschleunigte COVID-19 Impfstoff-Entwicklung. Die geringste Spendenmotivation haben die Befragten fĂŒr die Lockerung des COVID-19 Lockdowns. HierfĂŒr wĂŒrden lediglich 26% aller Befragten ihre Daten zur VerfĂŒgung stellen. Bei Ă€lteren Befragten und kinderlosen Haushalten ist die generelle Bereitschaft zur Datenspende im Vergleich höher.

Der digitale Austausch von medizinischen Daten zwischen Arzt und medizinischen Forschungseinrichtungen wird
sogar von einer noch grĂ¶ĂŸeren Anzahl der Befragten befĂŒrwortet. Die damit verbunden Ziele sind hauptsĂ€chlich: Therapien und Diagnosen zu verbessern, FrĂŒherkennung von Krankheiten, sowie die Verbesserung des Gesundheitssystems.

„Die Bereitstellung von Gesundheitsdaten von BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern fĂŒr die medizinische Forschung kann diese signifikant beschleunigen und so die Gesundheitsversorgung deutlich verbessern,” kommentiert Professor Erwin Böttinger, Leiter des Digital Health Centers am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut, die Ergebnisse der Umfrage. “Hierzu gilt es nun, Lösungen zu erarbeiten, die die sensiblen Daten nach höchsten Sicherheitsstandards schĂŒtzen und es den Datenspendern ermöglichen, selbstbestimmt und aufgeklĂ€rt ihre Daten zu spenden,” ergĂ€nzt Christian Weiß, CEO von Data4Life.

Die reprĂ€sentative Umfrage unter 5.002 Teilnehmern in Deutschland, (durchgefĂŒhrt im Zeitraum 20.04.- 30.04.2020) zeigt, dass die die Bereitschaft der Bevölkerung zur Verbesserung der Situation und Beschleunigung von Forschung und weiterer Maßnahmen steigt, Datensicherheit und Datenschutz jedoch unbedingt gewĂ€hrleistet sein mĂŒssen.

Die Webseite zur Umfrage finden Sie hier: data4life.care/de/corona/umfrage

Die Grafiken zur Umfrage finden Sie hier: data4life.care/de/presse

Vergleichsumfragen aus 2019:
Eine ReprĂ€sentativbefragung des deutschen Bundestages ergab im September 2019, dass nur 38% der Befragten ihre mittels Gesundheits-Apps erhobenen Daten unabhĂ€ngigen Forschungseinrichtungen zur VerfĂŒgung stellen wĂŒrden.
Eine reprĂ€sentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Technologie- und Methodenplattform fĂŒr die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF) ergab im August 2019, dass 46% “voll und ganz” und 33% “eher” ihr EinverstĂ€ndnis zur Datenspende fĂŒr die medizinische Forschung geben wĂŒrden.

Über Data4Life
Die D4L data4life gGmbH (www.data4life.care) ist eine gemeinnĂŒtzige Organisation mit rund 100 Mitarbeitern an 4 Standorten, die aus einem Forschungsprojekt (unter dem Namen Gesundheitscloud) des Hasso-Plattner-Institut fĂŒr Digital Engineering gGmbH hervorgegangen und von der Hasso Plattner Foundation finanziert wird. Durch die Entwicklung und den Betrieb von IT-Infrastrukturen, die zur Analyse und Verwaltung von Gesundheitsdaten dienen, sowie durch die Anwendung von Algorithmen zur Erforschung von Krankheiten und der Auswertung von Behandlungsmethoden will Data4Life einen Teil dazu beizutragen, die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Im MĂ€rz 2020 hat Data4Life fĂŒr und in enger Zusammenarbeit mit der Berliner CharitĂ© die CovApp (covapp.charite.de) entwickelt, um Menschen beim Umgang mit Covid-19 zu helfen. Data4Life ist im Juli 2019 gemĂ€ĂŸ ISO 27001 nach dem ITGrundschutz vom Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert worden. Die D4L data4life gGmbH wurde Ende 2017 gegrĂŒndet und hat ihren Unternehmenssitz in Potsdam, Deutschland. GeschĂ€ftsfĂŒhrer ist Christian-Cornelius Weiß.

Pressekontakt:
Susanne Schlösser, Telefon: +49 331 982 299 98, E-Mail: susanne.schloesser@data4life.care
D4L data4life gGmbH, Rudolf-Breitscheid-Str. 32, 14482 Potsdam

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