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Coronavirus und
andere Krankheiten

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den folgenden Krankheiten: Bluthochdruck, Lungenerkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Demenz und Alzheimer.

Welche Wirkung hat Ihre Krankheit auf das Virus?

Gehören Sie mit Ihrer Krankheit zur Risikogruppe? Sollten Sie die Einnahme von Medikamenten oder die Therapie wie gewohnt fortsetzen? Ist das Risiko einer Infektion mit dem Virus oder das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs bei Ihrer Krankheit höher? Informationen zu diesen Fragestellungen gibt es hier.

Bluthochdruck

Gehören Bluthochdruck Patienten zu einer Risikogruppe?

Vielleicht. Es scheint als sei die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs von SARS-CoV-2 bei Bluthochdruck Patienten höher. Dies geht aus einer chinesischen Studie hervor, wobei die genaueren Zusammenhänge noch nicht geklärt sind (den Link zur Studie finden Sie unten).

Quelle:
Cora
Studie

Sorgt die Einnahme von Bluthochdruckmedikamenten (ACE2) für ein höheres Risiko eines schweren SARS-CoV-2-Verlaufs? Sollte man diese vielleicht absetzen?

Dazu gibt es widersprüchliche Studienergebnisse. Die Deutsche Hochdruckliga (DHL) warnt deshalb davor, solche Medikamente einfach abzusetzen.

Die DHL rät Patienten zur Besonnenheit: „Die derzeitige Datenlage rechtfertigt kein Absetzen der Medikamente“, so Professor Florian Limbourg, Vorstandsmitglied der Deutschen Hochdruckliga DHL®. Einigen Studien zufolge können diese ACE2-Medikamente im Falle einer Infektion sogar vor einem Lungenversagen schützen.

Quelle:
Heilpraxis

Lungenerkrankungen

Gehören Menschen mit Lungenerkrankungen zu einer Corona-Risikogruppe?

Ja. SARS-CoV-2 greift bei einem schweren Verlauf die Lunge an und kann zu einer Lungenentzündung führen. Insbesondere das Risiko einer (schweren) Lungenentzündung ist bei Menschen mit Lungenerkrankungen erhöht.

Wie hoch das Risiko ist, hängt jedoch stark von der Art und der Schwere der Krankheit ab und kann nur von einem Arzt individuell bestimmt werden. Prof. Dr. med. Rainald Fischer, Facharzt für Innere Medizin, Teilgebiet Lungen- und Bronchialheilkunde: „Das Coronavirus betrifft hauptsächlich die oberen und unteren Atemwege. Daher sind Patienten mit Lungenvorerkrankung besonders betroffen. [...] Patienten mit COPD und Mukoviszidose würde ich als stärker gefährdet einschätzen, weil es hier häufiger unabhängig von Viren zu Entzündungsvorgängen auch bakterieller Natur in der Lunge kommt.”

Quelle:
Selpers

Sollten CF-Patienten (Cystische Fibrose) weiterhin zur Physiotherapie gehen?

Das ist nicht allgemein festgelegt und vom Einzelfall abhängig. In einigen Fällen kann die Therapie aus der Distanz durchgeführt werden. Aber auch ein Besuch in der Praxis kann bei korrekt angewendeten Hygienemaßnahmen stattfinden. Hierfür sollte sich an die behandelnde Praxis gewandt werden.

Quelle:
Selpers

Ist bei Menschen mit Lungenerkrankungen das Risiko einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 erhöht?

Nein, das Risiko einer Ansteckung ist nicht höher. Erhöht ist das Risiko eines schweren Verlaufs der Krankheit.

Quelle:
Selpers

Schilddrüsenerkrankungen

Gehören Schilddrüsenpatienten zur Risikogruppe bei COVID-19?

Wahrscheinlich nicht. Gemäß Prof. Dr. Onno E. Janßen, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie (DDG), trägt eine Schilddrüsenerkrankung derzeit selbst nicht zu einem höheren Risiko einer schweren SARS-CoV-2-Erkrankung bei.

Erkrankungen, die auch die Schilddrüse beeinflussen (z.B. Diabetes mellitus oder Krebs), resultieren jedoch gegebenenfalls in der Einstufung als Risikopatient.

Quelle:
Infoline Schilddrüse

Welche Vorbereitungen sind dennoch sinnvoll?

Wenn man durchgehend Medikamente einnehmen muss, ist es sinnvoll sich medikamentös gut einzustellen. Es empfiehlt sich zudem, auf Reisen einen Medikamentenvorrat von mindestens zwei Wochen mitzunehmen. So sorgt eine lokal-einberufene Quarantäne nicht für Probleme in der Behandlung.

Demenz und Alzheimer

Was kann man tun, wenn sich Demenzkranke nicht an die Ausgangsbeschränkungen und/oder Kontaktverbote halten?

Ist die Erkrankung in einem späteren Stadium, kann es schwierig sein, den Betroffenen die momentane Situation und die damit einhergehenden Maßnahmen zu erklären.

Auch die Maskenpflicht kann bei Demenzkranken auf Unverständnis stoßen. Trotzdem sollte man als pflegende Person von extremen Maßnahmen absehen: „Maßnahmen wie das Einsperren in der Wohnung sind [...] unverhältnismäßig und verletzen die Grundrechte jedes Menschen. Menschen mit einer Demenz können massive Gefühle von Angst und Bedrohung entwickeln, wenn sie eingesperrt sind.”, schreibt die deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.. Man solle lieber für mehr Beschäftigungsangebote sorgen.

Quelle:
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

Was sollte man tun, wenn man als pflegende Person selbst an SARS-CoV-2 erkrankt?

Auch bei nur leichten Symptomen sollte die pflegende Person in Kontakt mit älteren Menschen und Risikogruppen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Wird bei der pflegenden Person eine Infektion mit SARS-CoV-2 diagnostiziert oder treten stärkere Symptome auf, muss die demenzkranke Person von jemand anderem versorgt werden. Es ist daher sinnvoll, das Eintreten dieses Falles schon vorher mit Angehörigen oder anderen Pflegern zu besprechen, damit im Ernstfall ein passender Ersatz schnell einspringen kann. Hierzu lohnt es sich auch, einen Notfallplan mit dem Medikamentenbedarf und wichtigen Ansprechpartnern anzufertigen. Details dazu finden Sie in der untenstehenden Quelle.

Quelle:
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

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